Dienstag, 22. April 2008

Wine Blogging Wednesday: Old World Riesling

Das englischsprachige Äquivalent zur Weinrallye, der "Wine Blogging Wednesday" hat dieses mal ein sehr interessantes Thema.

Alder Yarrow vom Blog Vinography schrieb als Thema "Old World Riesling" aus. Es geht also sozuzusagen um "uns"!

Ich bin ja mal gespannt was die Kollegen aus Amerika da so zu berichten haben.

Wir werden uns mit unserem im Entstehen begriffenen Podcast und Blog Schwesterprojekt German Wine Cast beteiligen. Schließlich sind am ersten Maiwochenende landauf landab die 2007er Jahrgangspräsentationen bei den Winzern.

Ankündigung Weinrallye 11: Alles so schön Rosé

Niko ist der Gastgeber der nächsten Weinrallye. Das Theme ist "Alles so schön Rosé"

Er schreibt:

"Rosé aus Deutschland, Österreich und Südtirol, gern
auch Rosé-Sekt, passend zum hoffentlich dann in unseren Breiten
angekommenen Frühsommer.

Rosé wird immer noch heftig unterschätzt, dabei
gibt es inzwischen wunderbare Weine dieser Gattung. Eigenständig und
hochklassig, Niko liebt das Zeug auf der Terrasse, gerade aus
Deutschland ist in letzter Zeit viel Schönes gekommen. Mir fallen
spontan Knipser, Becker, Huber oder Wehrheim ein.


Es zählt auch Blanc de noir, Iris darf
selbstverständlich auch Südfrankreich, und wenn jemand unbedingt einen
ganz woanders her reinstellen will, Niko sieht das ganz entspannt. Nur
gut muss er sein!
"

Da sich der Umfang unserer Rosé Sammlung auf genau 4 Flaschen bemisst und diese alle aus Frankreich oder Spanien kommen - also nicht aus dem Gewünschten Zielgebiet - werden wir wohl noch was Passendes suchen müssen.

Bis zum 10.5. ist ja noch Zeit

Montag, 14. April 2008

Weinprobe und Sangria Eimer

Nach dem Italienischen Weinskandal, hat die "Journalistengruppe" Die dreisten Drei eine besonders orginelle optimierung der Wertschöpfungskette im Weingeschäfte aufgedeckt:








Bei Clipfish

Donnerstag, 10. April 2008

Weinrallye # 10 Zweiter Beitrag: Massenwein mit Klasse

Als zweiten Beitrag zur 10. Weinrallye möchten wir einen unserer Alltagsweine vorstellen.

Eigentlich ist es unfair den Wein als "Massenwein" zu bezeichnen. Aber er ist aus der Basislinie des großen südafrikanischen Weinguts Klein Zalze und von daher ist die Bezeichnung sicher auch nicht ganz unberechtigt.



2006 Klein Zalze Chenin Blanc "Bush Vines", Stellenbosh, Südafrika
Hellgelb
Leichte, elegante Nase mit Limette, Saurer Mirabelle und intensiver Birne
Gute Mundfülle mit gut integrierter Säure und Ananas- und Birnenaromen (88)


Was uns an diesem Wein überzeugt, ist die schöne Fruchtigkeit und hohe Qualität eines Weines dieses Preissegment (6€).
Der Wein hat eine gute Trinkigkeit, ist komplex genug um interessant zu sein aber nicht so kompliziert um anstrengend zu werden.

Nach den Spitzenweinen von der Loire in unserem ersten Beitrag, zeigt dieser Wein wie aus Chenin Blanc tolle Alltagsweine auf hohem Niveau werden können.

Weinrallye # 10 Erster Beitrag: Kultwein in Massen

Anfang März rief Christoph von Orginalverkorkt zur 10. Weinrallye mit dem Thema "Chenin Blanc, Weine zwischen Kult und Massenproduktion" auf. Dies freute mich aus mehreren Gründen: Zum einen ist Chenin Blanc im Moment eine der Weißweintrauben die mich am meisten faszinieren und zum anderen war zu diesem Zeitpunkt bereits für in wenigen Tagen ein Probe rund um den Heiligen Gral des Chenin Blanc geplant.

Deswegen wird es von mir auch zwei Beiträge zur Weinrallye geben.

Hier der Erste unter dem Motto: Kultwein in Massen

Coulée de Serrant Vertikale am 14.03. mit Virgine & Nicolas Joly und David Schildknecht


16 Jahrgänge Coulée de Serrant

Wieder einmal hatte Uwe Bende zu einer Probe ins Haus der Harmonie in Bochum geladen. Und wenn Uwe das tut dann verspricht es eine extraordinäre Probe zu werden. 16 Jahrgänge zwischen 1973 und 2006 des Biodynamik Vorzeigeguts Coulée de Serrant hatte er aufgefahren. Und als sei es noch nicht genug eine solche Vertikalen eines der berühmtesten Weißweingüter der Welt zu organisierten, gewann er - mit Hilfe der Wine Advocate Weinkritikers David Schildknechts, der ebenfalls abgereist war - Nicolas Joly selbst und seine Tochter Virgine dafür den Abend mitzugestalten.



16 Jahrgänge Coulée de Serrant

Zu Beginn gab es auf der Terasse, die gleichzeitig als Weinkühlschrank diente, einen weißen Rhone Wein von Ville Jullien, der Aufgrund seiner mangelnden Typizität der AOC Status aberkannt bekam und deswegen als Vin de Table vermarktet wurde.

Nachdem man sich ausführlich begrüßt und kennegelernt und auch die Pressephotographin ein Bild der prominenten Gäste im Kasten hatte, begaben wir uns in die großzügigen Verkostungsräumlichkeiten. Wie aus Bochum gewohnt, gab es einen Tisch zur Verkostung und einen an dem das hervorragende dreigängige Menü gereicht wurde, daß Haus der Harmonie Chefkoch Daniel Birkner gezaubert hatt. Leider habe ich mir dazu keine Notizen gemacht und kann daher nicht im Detail berichten.


Coulée de Serrant von 2006-1994

Nicolas Joly berichtete uns, während wir die ersten Weine verkosteten von seinem Gut. Coulée de Serrant - das übrigens eine Appelation für sich ist - ist seit den 50er Jahren im Besitz seiner Familie. 1979 kehrte er seiner Karriere im Finazsektor den Rücken und übernahm das Weingut. Der ersten Wein der Vertikale von 1973 ist also noch unter den Ägiden seiner Mutter entstanden. In den ersten 2-3 Jahren betrieb er das Gut noch konventionell nach den Ratschlägen der örtlichen Landwirtschaftskammer, bemerkte aber bald, daß dies ihm nicht als der Richtige erschien und machte so ca. 1981 erste Versuche mit dem biodynamischen Weinbau. Damals gab es dazu jedoch fast keine Vorbilder, so das er die steinersche Lehre selbst für den Weinbau adaptieren musste.


Coulée de Serrant von 1993-1981

Ich stehe dem philosophischen Hintergrund der Biodynamik als wissenschaftlich geprägter Mensch ziemlich skeptisch gegnüber aber die Ausführungen Nicolas Jolys bestätigten mich in meiner Vermutung, warum viele Biodynamisch arbeitenden Winzer deswegen - oder vielleicht auch trotzdem - so hervorragende Weine herstellen.

Mir scheint es so, daß in der Praxis weniger dies Philosophie eine Rolle spielt, sondern eher der Wille die Abläufe in der Natur genau zu beobachten und daraus Schlüsse zu ziehen. Ist das nicht die eigentliche Grundlage der Naturwissenschaft?

Daraus Folgt - wie es Nicolas Joly darstellte - die Einstellung "Die Arbeit des Winzers soll den reben in ihrer Entwicklung helfen und sie nicht behindern". Das zweiteres, wenn man den Wein in ein Korsett zwängen will leicht passiert, liegt nahe. Auch andere Ansätze sind sehr gut nachvollziehen: Zum Beispiel ist es naheliegend, das der Jahreslauf, insbesondere Tageslänge und Sonnenstand Pflanzen und damit auch Wein beeinfluß und dies bei der auswahl von Rebsorten an für einen bestimmten Ort berücksichtigt werden muß.

Auch die berühmeten "Kräutertees" zum Beispiel aus Hagebutte, Brennessel oder Seetang, mit denen die Reben gespritzt werden erscheinen sinnvoll. Haben bestimmte Heilkräuter nicht auch Wirkung auf uns Menschen und werden seit jahrtausenden in der Medizin eingesetzt? Daß man jedoch dies Tees vorher "dynamisieren" soll, erscheint mir dann doch eher als Hokuspokus. Aber schaden wird es wohl kaum.


Coulée de Serrant von 1973 sowie ein Coulée de Serrant Molleux von 1995

Aber auch neben der Biodynamik gab es viel zu Berichten: So betonte er ausgesprochen die Wichtigkeit eines gewissen Boytritisbefalls für die Aromenentwicklung von Chenin Blanc.

Auch die Spontangärung ist für ihn essentiell. Der Tempraturverlauf währen der Gärung sollte seiner Meinung nach "wie bei Fieber" stark ansteigend und dann langsam abfallend sein und er empfiehlt auch Winzern, die auf Grund des örtlichen Klimas nicht auf Kühlung verzichten können trotzdem diesen temperaturverlauf zu simulieren. Eine malolaktische Gärung wird von Ihm weder befördert noch verhindert und findet nur in wenig jahren statt.

Auch spricht er sich gegen den Einsatz einheitlicher Klone aus. Diese machen zwar die Arbeit leichter, weil sie gleichmäßig wachsen und reifen, sorgen aber auch durch geringere Diversität für eine geringenere Komplexität der Weine.



Gestellt für die Presse: Uwe Bende, Vigine Joly, Nicolas Joly, David Schildknecht, Daniel Birkner

Doch nun erstmal die Verkostungsnotizen:

Ville Jullien Vine de Table; (deklassieter Cote du Rhone)
dunkles Strohgelb
An der Nase Birnenkompott
Im mund würzig, leicht alkoholisch nach Birne. Erinnert ein bisschen an einen Williams Christ - Eau de Vie (85)


Nicolas Joly erklärt seine wein

1973 Clos de la Coulée de Serrant
Helles Bernstein
Kräuternase mit leicht modrigen Tönen. Birne, Frische Feige, Dörrapfel, Quitte
Am Gaumen Salbei, nussige Aromen, Karambola. Ein wenig Feuchtes Zeitungspapier (Aber kein TCA-ton)
Mitterer Körper (89)

1981 Clos de la Coulée de Serrant
Dunkles Strohgelb
Nasenbild von Birne Quitte und Getrocknetem Apfel aber auch Nelke, und Minz-/Eukalypthustönen
Im Mund nussig, mit Aromen von saurer Mirabelle, Birne und Apfel (89)

1982 Clos de la Coulée de Serrant
An der Nase Birnenkompott, Zwetschge, frische Feige und Rosmarin
Am Gaumen etwas Säuerlich/Salzig, Fisch, saurer Apfel Avocado (86)


Der Rheingauer Winzer Peter Jakob Kühn und David Schildknecht

1988 Clos de la Coulée de Serrant
Dunkles Strohgelb
An der Nase Honigmelone, Kräuter, getrocknete Apfel
Am gaumen spritzige Säure, fruchtige Limmette, Apfel und Nelken
(90)

1989 Clos de la Coulée de Serrant
Dunkles Strohgelb
An der Nase Kandis und Mirabelle
Geschmacklich dominieren Pfirsich und Honigmelone im Hintergrund jedoch auch Salbei und andere Kräuter (92)


Das Hauptgericht ist serviert.

1990 Clos de la Coulée de Serrant
Dunbkles Strohgelb
Leichte Nase. Etwas Buttrig. Getrocknete Feige
Am Gaumen gedörrte Birne und Mirabelle sowie Kräuternoten und Salbei (90)

1993 Clos de la Coulée de Serrant
Dunkles Strohgelb
In der Nase sehr stark Aromen von getrockneter Feige im hintergrund leichter Salbei
Am Gaumen gedörrte Birne, Nelken Salz. Später:Birne Mirabelle Pfirsich
Sehr untypischer aber enorm faszinierender Wein. In der Nase Erinnert er ein Bisschen an einen Pedro Ximenez und der Geschmack an einen Manzanilla (95)



Uwe Bende und Virgine Joly beim öffnen der Flaschen

1994 Clos de la Coulée de Serrant
Helles Strohgelb
An der Nase Birne und Mirabelle und ein leichter Acetonton, den ich jedoch nicht als störend empfand später war auch Ananas zu riechen
Neben gedörrter Birne am Gauen auch Feige und Limette mit einer angenehm lebendigen Säure.
Mir kam der Wein allerdings etwas verschlossen vor. (89)

1996 Clos de la Coulée de Serrant
Deutlich aus der Reihe tanzte dann der 1996er und empfing uns mit Ingwer und unreifer Ananas in der Nase
Am Gaumen dann erdig, trüffelige Töne aber auch Nelke Knoblauch sowie apfelige Aromen und unreife Birne
Ingesamt ein interessanter und komplexer Wein (92)


Nicolas Joly und David Schildknecht

1999 Clos de la Coulée de Serrant
Helles Amber
An der Nase eindeutig TCA und noch ein wenig gedörrte Birne
Im Mund dann völlig Kork dominiert (NR)

2002 Clos de la Coulée de Serrant
Dunkles Strohgelb
Leichte Nase mit Aprikose Birne und Nelke
Am Gaumen gedörrte Äpfel und Birnen (89)



Uwe Bente, David und Felix Warners, Guy Bonnefoit

2003 Clos de la Coulée de Serrant
Nasenbild von Kandis und Physalis, Netzmelonen und Joghurt. Ganz leicht auch Aceton
Am Gaumen Mango, Lychee und Buttermilch
Sehr eigen aber auch sehr Interessant (90)

2004 Clos de la Coulée de Serrant
Dunkles Strohgelb
Leichte Apfelessig- und Acetonnote in der nase aber auch Girne und getrocknete Aprikose.
Zwetschen, Honigmelone und getrocknete Aprikose am Gaumen
Baut im Glas ziemlich ab (89)



Peter Jakob Kühn, Nicolas Joly, David Schildknecht, Michael Quentel

2005 Clos de la Coulée de Serrant
Geht im Glas erst langsam auf
Würzig, Kirsche, Schokolade und Ingwer in der Nase
Am Gaumen Limette, Magustine und Ingwer.
Toller, wohl balancierter und komplexer Wein. (96)

2006 Clos de la Coulée de Serrant
Leichte Aceton-/Apfelessignote in der Nase aber auch Apfel/Apfelwein und Zimt
Am Gaumen Pflaume, Zimt, Ingwer und Lychee (91)


David Schildknecht, Armin Maurer und Uwe Bende scheinen Spaß zu haben

1995 Clos de la Coulée de Serrant Moulleux
Helles Bernstein
Leichte Nase mit Apfel und Birne
Geschmaclich -anders als der Name vermuten läßt - sicht sonderlich Süß. Getrocknete Aprikose, Datteln und Rosinen aber auch unreife Banane aber auch eingelegte Erdbeeren (90)

1947 Vouvray Marc Bredif
Amber
Salzig, meerig, fischiges Nasenbild mit unreifen Aprikosen und geräuchertem Speck
Am Gaumen Kandis, Honig, Aprikosenmarmelade und kandierte Kirschen.
Genußreich, faszinierend und in einem tollen Zustand, besonders wenn man bedenkt, daß der Wein der fast doppelt so alt ist wie ich. (95)


Insgesamt war ich von der Komplexität der Weine begeistert, doch noch mehr faszinierte mich wie sehr die Weine von Jahrgang zu Jahrgang differierten aber trotzdem - von eingen extremen Aussreiser abgesehen - ein gemeinsamen Grundstil behielten. Natürlich ist auch das Alterungspotentzial der Weine beeindruckend.

Weitehin hatte ich auch noch das Vergnügen den Abend neben Guy Bonnefoit zu sitzen. Zum einen ist er eine sehr angenehme Persönlichkeit mit einem enormen Wein- und Kulinarikwissen, zum anderen erstellt er umfassende Aromaprofile von Weinen (Jahrgangsübergreifend) und ermittelt daraus Speiseempfehlungen. Für deutsche Weine hat er seine Ergebnisse im Buch "Bonnefoit Deutschland" herausgegeben das ich hier demnächst besprechen werde.

Natürlich war nach diesen 18 Weinen die Probe noch nicht zuende. Danach schloß sich noch eine "Riesling Bottle Party" an. Über diese werde ich aber zu einem anderen Zeitpunkt berichten.

Weitere Berichte über die Probe finden sich bei Michael Quentel und bei Talk About Wine

Mittwoch, 9. April 2008

Frankfurter Weinrunde am 4.4.: Bordeaux Blends aus aller Welt

Am 4.4. traf sich die Frankfurter Weinrunde zum 3. Mal. Diesmal war das Thema "Bordeaux Blends aus aller Welt" im Restaurant "La Taverna" in Frankfurt-Nied.

Die Probe Bestand aus einem Weisweinflight mit je einem Bordeaux und einem Bordeauxblend aus anderen gebieten sowie 4 Rotweinflights mit je einem Bordeaux und zwei Bordeaux Blends aus anderen Anbaugebieten. Die Rotweinflight standen jeweils unter einem Motto.

Verkostet und Bewerter wurde innerhalb der einzelnen Flights einfach Blind. Daß heißt es war bekannt welche Weine im Flight enthalten waren aber nicht welcher sich in welchem Glas befand. Dies machte die sache deutlich spannender und wir lagen mehr als einmal kräftig daneben.

Die Rotweine waren alle 1-2 Stunden vor dem jeweiligen Flight doppelt dekantiert. Außnahmen waren der Leoville Barton, der ungefähr 3,5 Stunden vor dem Flight doppelt dekantiert wurde und der Fleur Cardinal der direkt vor dem einschenken geöffnet und nicht dekantiert wurde wurde.


Vorneweg
Joachim hatte netterweise noch einen weiteren Weiswein mitgebracht, den er ebenfalls Blind anbot. Ich lag mit meinem Tipp reichlich daneben. Da ich noch mit wildem Dekantieren beschäftigt war, ist die VKN etwas spärlich.

2005 Hobby Weingut Schlamberger, Kremser Sandgrube Grüner Veltliner "Grand Crü", Kremstal, Österreich
In der Nase Mirabelle, Ananas
Am Gaumen Birnensaft und Lychee
Habe auf einen Riesling Spätlese Trocken oder GG vielleicht aus Rheinhessen getippt. Der Erste Grüne Veltliner der mir geschmeckt hat. (89)


Flight 1 Weissweine
Bei den Weisweinen war die Zurodnung recht einfach. Der Australier war frischer, der Bordeaux jedoch komplexer und er konnte im Glas auch noch ziemlich zulegen.



2004 Millbrook Winery - Barking Owl, Western Australia, Semilion / Sauvingon Blanc
Helles Strohgelb
Leichte Petrolaromen in der Nase. Vanille
Am Gaumen mineralisch, Lychee und Birne (88)

1990 Chateau Carbonnieux, Pessac-Leognan
An der Nase zuerst ein leichter Stinker, der jedoch verfliegt.
Am Gaumen breit und mineralisch mit Birne und Zitrone.
Lang im Abgang (90)



Flight 2 Beraten von Michele Rolland
Dieser Flight stand unter dem Stern des Berümten und Umstrittenen Önologen Michele Rolland. Die Zurordnung war hier deutlich schwieriger. Der Flight zwigte jedoch auch, daß das Vorurteil, alle Rolland Weine wären "Einheitsbrei" definitiv Falsch ist. Überaschend war, daß der Clos de la Siente der Stärkste Wein war. Ihn hatte ich am schwächsten erwartet und er ist nur als "Verlegenheitsflasche" mit in die Probe gewandert. Wie schön doch Blindproben mit voruteilen aufräumen können!

2006 Clos de la Siete, Argentinien
In der Nase Süßkirsche und kandierte Kirschen
Am Gaumen Brobeer Schlehe und Eukalyptus (88)

2004 Rupert & Rothschild, Cabernet-Merlot Classique, Western Cape, Südafrika
In der Nase Graphit, Minze und Brombeere
Sehr adstringenter am Gaumen mit Bittermandel un Schokolade
Da ich diese Wein recht gut kenne, gehe ich von einer Flaschenabweichung aus, da er normalerweise sehr viel runder ist und keinen so stark herben Charakter hat. So jedoch nur (87)

1999 Chateau Citran, Haut Medoc
In der Nase süßlich nach kandierter Kirsche und Heidelbeere
Am Gaumen ebenfalss kandierte Kirsche und auch Marzipan
Er läßt im Glas schnell nach (86)




Flight 3 1998er
Dieser Flight in dem Wir weine aus '98 verkosteten war reichlich Kontrovers. Der Charmail wurde zwar eindeutig identifiziert aber - auch hier wieder meines erwartens - von allen als schwächster wein gesehen. Der Xanadu war zwar sehr komplex aber auch sehr polarisierend. Einige sahen ihn über 90 Punkten was ich und auch einige andere trotz gegebener Komplexität nicht nachvollziehen konnten.



1998 Muratie Wine Estate, Private Bin 114, Südafrika
Interessante reife Nase mit Schlehe, unreife Brombeere, Kirsche, Leder und Tabak
Am Gaumen Apfel, Kirsche, Graphit, Cassis, Brombeere mit mittelschwerm Körper (88)

1998 Xanadu Reserve, Australien
In der Nase ein veritabler Stinker aber auch Eukalyptus, Menthol und etwas milchig. Später Liebstöckel Kräutertee/Pfefferminztee
Am Gaumen Fleischbrühe, Kirsche, Brombeere. Später Kirschkompott
Wein verändert sich sehr stark im Glas
Ein sehr interessanter aber auch recht anstrengender Wein. Zwar ausgesprochen komplex und bestimmt nicht 08/15. Für eine hohe Wertung muß für mich ein Wein jedoch auch "lecker" sein. Dies ist der Xanadu nicht! (87)

1998 Chateau Charmail, Haut-Medoc
Marzipan-Kirsch Nase
Schwere Körper. Am Gaumen adstringent, Kirsche, Schlehe, Paprika
Für sein alter erstaunlich Jung, hat sicherlich noch 2-3 Punkte potential nach oben (86)


Flight 4 Merlot lastige Cuvees
Hier stand der Sieger - der auch stilistisch ob seiner Jugend herausstach - mit dem Fleur Cardinal eindeutig fest, und begeisterte alle. Das Gut wurde übrigens ab 2006 in den "Grand Cru Classe" Status erhoben. Zurecht finde ich! Der Merican polarisierte wieder. Der Fehlton war eindeutig - wie sehr er den aber sonst recht schönen Wein störte wurde unterschiedlich gesehen. Einige fanden ihn unbewertbar. Gut kam auch der Zwalu an. Dies war wohl der schönste Flight des Abends.



2005 Fleur Cardinale, St.Emillion Grand Cru
Die erste Nase direkt nach dem Einschenken ist unglaublich voll Frucht (Kirsche Cassis) uns springt eingem geradewegs ins Gesicht, sie lässt jedoch schnell nach, bleibt aber immer noch auf einem hohen Nievau. Kirsche Wukalyptus, Cassis Später auch Veilchen
Am gaumen noch sehr Holzbetont aber gut Balanciert mit reichlich Fruchtaromen und sehr langem Abgang.
Viel Potential (92++) WOTN

2003 Neil Ellis and Werner Näkel Zwalu, Südafrika
Würzige Nase mit Oregano und Himbeere. Ein klein bisschen Muffig
Am Gaumen Quitte, Birne, rote Johanisbeere, Karambola. Elegant mit leichtem bis mittlerem Körper (90)

2000 Chaddsford Winery, Merican, Brandyvine Valley, Pennsylvania, USA
dunkles Rubin
In der Nase ein ungewöhnlicher und etwas störender Ton nach Leukoplast. Aber auch Schkolade und Erdbeere
Am Gaumen etwas weich und undefiniert mit Brombeere und schwarzer Johanisbeere. Auch hier leichte Leukoplasttöne aber bei weitem nicht so störend.
Gut Balanciert und langer Abgang.
Wenn der störende Fehlton nicht wäre, ein toller Wein, so aber immer noch sehr ordentlich (88)


Flight 5 2001er
Zuletzt wandten wir uns den 2001ern zu. Die Moulin des Dames entäuschte ein wenig und war wohl noch zu Jung. Genauso wie der Loe Barton, der aber nach einiger Zeit im Glas dann doch sein Potential durscheinen lies. Der Penon de Ifach hatte wiederum - mit Reifetönen aber jugendlicher Struktur - eine ganz eigene Stilistik.



2001 Moulin des Dames, Bergerac
In der Nase Schwarze Johanisbeere und Veilchen
Am Gaumen adstringent, leichte Himbeer und Birnennote.
Der wein läßt im Glas jedoch nach (86)

2001 Leoville Barton, St. Julien
Nasenbild von Schwarzkirsche, Eukalyptus, Brombeere, Teer und Graphit
Am gaumen zuerst etwas Unharmonisch mit nebeneinaderstehendem Tannin und Säure.
Dies bessert sich jedoch zusehends. Speck, Birne und Brombeere
Noch deutlich zu Jung aber sicherlich mit viel Potential. Aktuell (89)

2001 Enrique Mendoza, Peñon de Ifach Reserva, Alicante, Spanien
In der Nase überreife Kirsche, Zwetschgenkompott und Leder
Am Gaumen gut Strukturiert, Schwarze beerenfrucht Minze und Eukalypthus (88)


Abschliessend bleibt zu sagen, daß die Probe wunderbar zeigte was für eine Vielfalt in der Rebsortenzusammenstellung der klassischen Bordeaux-Blends bieten können und das trotz der weltweiten Verbreitung von einer globalisierenden Vereinheitlichung keine Rede sein kann.

Sprachverwirrung bei französischem Weinversender

Heute bekamen wir eine Werbeemail eines großen französischen Weinversenders, bei dem wir gelegentlich bestellen.

Bis jetzt waren, die deutschsprachigen Werbezuschriften gut formuliert und wohl vorbereitet. Dies scheint sich jetzt geändert zu haben.

Entweder man ist auf Übersetzung per Babelfisch umgestiegen, oder Irgendein Praktikant hat behauptet er könne Deutsch.

Auch wenn es eigentlich nicht meine Art ist, auf den sprachlichen Unzulänglichkeiten anderer rumzureiten - habe da nämlich selbst genug - will ich euch dieses Kleinod der Übersetzungskunst doch nicht vorenthalte:

Freitag, 4. April 2008

Bordeaux Raritäten Probe Bochum Tag 2: 1952-1959

Hier nun der Bericht über der Zweiten Tag der Bochumer Bordeaux Raritätenprobe im Januar.

Da an diesem Tag die "jüngeren" Bordeauxs verkostet wurden Stand der Genuß deutlich stärker im Vordergrund.
Wiederum war die Veranstaltung von Uwe Bende glänzend organisiert, und ich muß an dieser Stelle meinen Dank an Ihn nochmals wiederholen.





Auch die tolle Mannschaft blieb bis auf eine Auswechslung erhalten, und daß Klaus Nehr heute zu uns stieß verschlechterte die gute Stimmung bestimmt nicht!


Aperitiv: Drei Rieslinge und ein uralter Vermouth
Der Abend began mit drei illusteren Rieslingen. Der erste - "Die Legende" 2001er Saumagen "R" - die ich zum ersten mal im Glas hatte, konnte nicht so recht überzeugen. Peter, der den Wein wohl recht gut kennt, meinte, er hätte dekantiert werden sollen. Er entwickelte sich dann auch im Glas, aber bei weitem nicht dahin, wo man ihn ob seines Rufes hätte erwarten können. Der 2001er von Alexander mitgebrachte Heymann-Löwenstein Röttgen begeisterte da schon deutlich mehr. Al letztes kehrten wir zum Kallstadter Saumagen zurück mit einer 2002er Spätlese trocken. Die war zwar ein sehr ordentlicher Wein, verblasste jedoch vor seinen Vorgängern.Zuletzt stellte Peter noch einen nach seinen Aussagen mindestens 40 Jahre alten Vermouth auf den Tisch.

2001 Koehler-Ruprecht Kallstadter Saumagen Riesling Auslese Trocken "R", Pfalz
Hellgelb mit leichtem Grünton.
Hefige Nase mit unreifer Honigmelone und Aprikose.
Am Gaumen sanfte Limette und leichte Petroltöne (88)

2001 Weingut Heymann-Löwenstein Winninger Röttgen Riesling Spätlese trocken, Mosel
Dunkles Goldgelb
An der Nase Petrol, Aprikose und Mango
Am Gaumen tolles restsüßes Fruchtbild mit Mango und Pfirsich. Boytritisgeprägt (92)

2001 Koehler-Ruprecht Kallstadter Saumagen Riesling Spätlese trocken, Pfalz
Hellgelb
Leichte Nase mit Zitrone und Apfel
Am Gaumen säuerlicher Apfel und Zitrone

Alter Vermouth (Hersteller unbekannt) mind. 40 Jahre alt
Medizinal mit viel Salbei


1. Flight: Zwei 1952er aus dem Pomerol
Die eigentliche Verkostung startete mit 2 Pomerols aus 1952. Der Beauregard begeisterte weniger, dafür konnte der Clos du Commanderie - heute ist das Cray Croix de Gay - einen vielversprechenden Einstieg in den Abend bieten.




1952 Clos Beauregard, Pomerol
Farblich zwischen Rubin- und Ziegelrot
Kirschige Nase
Am Gaumen astringent aber mit leichtem Körper. Schlehe, Kirsche. (83)

1952 Clos du Commanderie, (Heute: Château Vray Croix de Gay), Pomerol, Abfüllung: Van der Meulen
Dunkles Rubin, fast ohne Wasserrand
Dunkelfruchtiges Nasenbild mit Heidelbeeren, Brombeeren und später auch Schwazkirsche (89)


Vorspeise
Auch heute war das Menü wieder köstlich. Es gab ein hervoragendes Rauchforellenmous mit Roter Beete und einer sehr interessanten Feldsalatsauce, die ein bisschen wie diese eigentümlich künstliche Sirups aussah, die manche italienischen Eisdielen benutzen, aber hervorragend wenn auch ungewohnt schmeckte. Dazu reichte Uwe einen Puligny-Montrachet.



2002 Domaine Borgeot Puligny-Montrachet Vieilles Vignes
Buttrig. Am Gaumen Birne und unreifen Pfirsich (87)

2. Flight: Zwei 1952 vom Linken Ufer
Der zweite Flight wartete dann gleich mit zwei großen Namen auf. Der Baron war, wenn auch sicherlich nicht schlecht, eher entäuschend, dafür machte der Palmer richtig Spaß und war das erste hedonistische Erlebnis des Abends.




1952 Château Pichon-Longueville Baron, Pauillac
Rubin- bis Ziegelrot. Kaum Wasserrand.
In der Nase süße Kirsche und Cassis
Am Gaumen saure schwarze Johannisbeere (86)

1952 Château Palmer, Margaux
An der Nase etwas Maggi aber auch reichlich Cassis und Erbeeren
Am Gaumen Heidelbeeren und Brombeeren. Toller Wein! (92)


Fluch der Karibik Teil 1
Zur "Erholung" folgte nun die erste Runde einer heute nicht enden wollender Flut von Piraten. Wenn auf einmal Jonny Depp im Zimmer gestanden hätte, hätte mich dies nicht gewundert. Um so mehr wunderte mich es, als Peter nach langem ergebnislosen raten (ich hätte auf einen reiferen Südfranzosen getippt) eröfffnete, was er denn hier mitgebracht hatte: Ein 14 jahre alten Dornfelder aus de Pfalz! Für mich, der Dornfelder eher unter Rebkrankheit als unter Rebsorte einordnet war dies ein geradezu erleuchtendes Erlebnis, den dies war toller Stoff!. Wohl gewollt holte uns Peter mit einem knapp 60 Jahre alten Supermarktwein wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.



1994 Werner Pfleger, Horxheimer Honigsack, Dornfelder, Pfalz
Dunkles trübes Rubin
In der Nase Würzig/Fruchtig nach Nelken, Brombeeren und Cassis
Am Gaumen mittelschwerer Körper. Süße Lakritze, Brombeeren und Heidelbeeren (90)

1949 Edeka Weinkellerei, Dürkheimer Rotwein, Pfalz
In der Nase medizinal und vegetabil
Am Gaumen säuerlich mit starken Petroltönen (NR)


3. Flight: 1955 - Linkes Ufer
Als nächstes gab es zwei 1955er aus dem Medoc. Dabei konnte der Haut-Bages Liberal mit viel Frucht überzeugen. Der Fourcas Hosten war noch gut stukturiert und noch sehr angenehm zu trinken.





1955 Château Haut-Bages Libéral, Pauillac
Granat- bis Ziegelrot
In der Nase Kompottig mit Pflaume Erdbeere un Rhabarber
Am gaumen leicht süßlich/würzig mit Kirsch, Plaume und Nelke. Später Tabak. Mittlerer Abgang (91)

1955 Château Fourcas Hosten, Listrac-Medoc
Rubinrot
In der Nase dezent aber Komplex mit Kandis und Schattenmorellen.
Gut strukturiert mit erdigen und Pilizgen Armonen am Gaumen, auch Schlehe und Brombeer sind noch vorhanden. (87)

4. Flight: 1955 - St. Emillion
Dieser Flight wahr leider ein Totalausfall. Beide St. Emillions hatten viel Liebstöckel an der Nase und Maggi und Säure am Gaumen.



1955 Château Trotte Vieille, Saint Emillion Grand Cru
Rötlichbraun
In der Nase empfängt einen schon Liebstöckel und Fleischbrühe
Am Gaumen Pflaumen und Maggi. später kommt noch ein bisschen mehr Frucht durch (NR)

1955 Château Soutard, Saint Emillion Grand Cru
Dunkles rotbraun
In der Nase Liebstöckel
Am Gaumen Maggi und strake unangenehme Säure (NR)




Hauptspeise und Fluch der Karibik Teil 2
Als Hauptspeise gab es Lamrücken der perfekt zartrosa geggart war. Dazu Linsengemüse und Rosmarinkartoffeln.
Begeitend dazu fand der zweite Teil der großen Piratenschlacht und - daß muß man ehrlich sagen - auch der Genußhöhepunkt des Abends statt.
Der Charvin gab einen guten Einstieg. Der Pegau war ein traumhafter Wein und für mich der Beste des abends. Die Comtesse und der Musar waren aber nicht wirklich weit dahinter. So sollten alle Abendessen sein!

2000 Domaine Charvin, Châteauneuf-du-Pape
Rubinrot
Fruchtiges Nasenbild mit Süßkirschem Kirscheb und Brombeere
Am Gaumen Brombeere und Himbeere. Stabiele Tanninstruktur. (89)

1998 Domaine du Pégaü Châteauneuf-du-Pape Cuvée Réservée
Rubinrot
In der Nase kräftige Kirsche, Eukalypthus und Brombere
Am Gaumen vollfruchtig mit viel Brombeere und Schwarzkische.
Ich notierte: "Voll Toll!" (93)

2003 Château Pichon Longueville Comtesse de Lalande, Pauillac
In der Nase Kirsche un Eukalypthus
Am Gaumen astringent mit viel Brombeere und Zimt (92)

1987 Chateau Musar, Bekaa Valley, Libanon
Ziegelrot
Die Nase hat zunächst Klebstofftöne, die aber schnell verfliegen. Danach Kirsch un Eukalypthus
Am Gaumen Himbeeren und Himbeermarmelade (92)


5. Flight: 1959er Pomerol 1
Der erste Flight der 1959er Pomerols, hatte natürlich an dem davor stattgefundenen Genußgewitter zu nagen. Die beiden Weine waren ordentlich aber nicht groß. Der Le Caillou konnte deutlich mehr überzeugen.



1959 Château Le Caillou, Pomerol
sattes Rubinrot
Die Nase ist Kirschdominiert
Am Gaumen rote Johanisbeere, Apfel und Zitrone.
Baut schnell ab (87)

1959 Château Vray Croix de Gay, Pomerol
Ziegelrot mit breitem Wasserrand
Reife Nase mit Petrol- und Madeiranoten
Am Gaumen rotbeerig mit Erd- und Himbeere (84)





6.Flight: 1959er Pomerol 2 - 2 Mal de Sales
Eine tolle Idee: Zweimal der gleiche Wein aus unterschiedlichen Abfüllungen - einmal von einem belgischen Abfüller, einmal die Gutsabfüllung. Wir waren gespannt! Doch leider wurde nichts draus. Die belgische Abfüllung hatte Kork. Die Gutsabfüllung hingegen empfing uns mit einer tollen Kirschnase und mache Spaß.

1959 Château de Sales, Pomerol, Belgische Abfüllung
leichter Korkton an der Nase. Geschacklich flach und nichtssagend (NR)

1959 Château de Sales, Pomerol
Rubinrot
Starke Nase mit Kirschen und kandierten Kirschen
Am Gaumen Himbeere, Schlehe und Erbeere (89)


Fluch der Karibik Teil 3
Nachdem das "offizielle" Program vorbei war, began der dritte Teil der Piraten Parade: Eingeleitet wurde er von einem superben Chilenen aus 1948. Die ganz alten Piraten - ein 1918er Nuits St. Georges und ein 1923 Chambolle-Musigny - erwiesen sich dann allerding - zum Thema passend - als Zombies. Dafür entschädigte dann sogleich eine Comtesse: Diesmal eine 1964er.



1948 J.H. Bachmann Bremen (Abfüller) "Cabernet Saint-Pietro", Chile
Wüzig/Kirschige Nase mit Nelke, Loorbeer und Ingwer die sich wundervoll am Gaumen fortsetzt (93)

1918 Flouch Fils Bordeaux (Abfüller), Nuits St. Georges
Säuerliche leicht kirschige Nase
Am Gaumen fast nur noch säuerlich (NR)

1923 Dan Davis & Cie, Chambolle-Musigny
Alkoholische Nase, am Gaumen madeiresierte Pflaume (NR)

1964 Château Pichon Longueville Comtesse de Lalande, Pauillac
Rubinrot
In der Nase Kirsche, Eukalypthus, Minze
Am Gaumen frische rote Johanissbeeraromen, Stachelbeer, Cassis. Lang im Abgang (89)





Dessert
Zum Dessert - Schokoladenfondant mit Amarenakirschen und Balsamicoreduktion - liesen wir es uns dann mit zwei interessanten Süßweinen gutgehen.

1964 Mas Amiel Maury
In der Nase leicht brandig, aber dabei nicht unangenehm
Am Gaumen Kräuter (85)

1959 Reichsgraf von Kesselstatt, Josephshöfer feine Auslese, Riesling, Mosel
Klare Boytritisnoten. An Nase und Gaumen Pfirsich und Mango (87)


Einzelne wurden jedoch dann nach so viel "Arbeit" vom Schlaf übermannt..


...und ließen sich weder mit feiner Auslese...


noch mit einem kühlen Bier Wecken!


Am Ende bleibt nur zu sagen: Zwei fantastische, höchst lehrreiche Abende in Bochum, mit tollem Essen und sehr netten Weinfreunden

Donnerstag, 13. März 2008

Bordeaux Raritäten Probe Bochum Tag 1: 1864-1949

Auch wenn es bereits über 2 Monate her ist, daß die Bordeaux Raritätenprobe am 11. und 12. Januar im Haus der Harmonie in Bochum stattfand, möchte ich Euch die Eindrücke dieser ganz besonderen Probe nicht vorenthalten.

Die Probe wurde von Uwe Bende - den ich über das Weinforum Talk-About-Wine kennengelernt habe - und dem ich an dieser Stelle herzlich für diese fantastische Gelegenheit, mehr über alte Bordeaux zu lernen, und die vorzügliche Organisation danken will.

An der Probe nahmen 10 Weinbegeisterte teil und ich wurde - auch als in der Welt alter Weine Unbedarfter - sehr herzlich aufgenommen. Die Stimmung wahr vorzüglich und ich verursachte mehrfach fast eine Sauerei, wenn einer der zahllosen Lache in unglücklicher Zeitgleichheit mit einem Schluck aus dem Glas war.

Am ersten Tag der Verkostung gab es die richtig alten Weine. Da hier sehr unklar war was und wieviel noch zu geniesen war, war es der "abenteuerliche" Tag der Probe.














Apperitiv (inoffizieller Flight)
Als Wilkommenstrunk gab es einen jungen aber nichts destotrotz sehr feinen.
Leider habe ich mir keine Notizen gemacht deshalb eine Verkostungsnotiz aus dem Gedächtnis:

2006 Weingut Keller Scheurebe Trocken - Rheinhessen

Angenehme fruchtige Nase.
Am Gaumen erfrischend mit Zitrusnoten, Apfel und gelben Früchten.





Die wirklich alten Weine (1. offizieller Flight)
Im ersten Flight hatten wir die beiden Weine aus dem 19. Jahrhundert.

August Agniel war wahrscheinlich ein Lehrer an einem Internat in Südfrankreich, der Weine aus dem Bordeaux faßweise einkaufte und diese selbst abfüllte.
Die Weine waren in alte Pernod (?) Flaschen gefüllt, mit sehr kurzen Korken verkorkt und mit Siegelwachs verschlossen.

Die Weine hatten bereits fast ihre Farbe verloren aber besonders der 1864 war in gutem Zustand und überaschte mit übriggebliebenen Fruchtaromen und entwickelte sich gut an der Luft. Es war zwar sicher nicht der beste Wein des abends aber mit Abstand der Interessanteste.



1864 Auguste Agniel
Durchsichtiges rosa-orange
In der Nase medizinal, Hustensaft und Kandis
Am Gaumen überraschend Frisch mit Zitrus und Pertrolnoten später Erdbeer und rote Johannisbeere.
Mittellanger Abgang.
Dieser 143 Jahre alter Wein ist in überraschend gutem Zustand (86)



1896 Auguste Agniel

Durchsichtiges hellorange
In der Nase chemische Töne nach Klebstoff oder Lösungsmittel, die später verschwinden und durch Kandis und Karmellnoten ersetzt werden.
Im Mund zuerst extrem sauer. Der erste Schluck war fast untrinkbar. Wird ebenfalls mit der Zeit besser und leichte rote Johanisbeere zeigt sich. (83)




August Aginel aus dem frühen 20. Jahrhundert (2nd official flight)
Als nächstes hattemn wir zwei Agniel Abfüllungen vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Der 1907er war in einem deutlich schlechteren Zustand als seine älteren Brüder aber der 1926 zeigte nicht nur deutlich mehr Farbe sondern war auch in weit besserem Zustand. Diese Abfüllung war in einer sehr interessanten Flasche mit einer kyrillischen Prägung die aus einem Namen und der Ortsangabe "Riga" bestand. Wahrschinlich war es also eine Wodkaflasche in die dieser Cote de Castillion abgefüllt wurde.










1907 Auguste Agniel - Bordeaux
Durchsichtiges Orange-Rose
In der Nase starke aber später schwächer werdende Klebstoff-Töne aber auch leichte rote Johannisbeere
Im Mund ziemlich säuerlich aber nicht unangenehm wie ein Apfelessig oder ein sehr saurer Apfelwein.
Verliert aber recht schnell und ist dann einfach nur noch sauer. (84)

1926 Auguste Agniel - Cotes de Castillon
Durchsichtiges rötlich-dunkles Orange
Sehr leichte Nase mit schwarzer Johanisbeere
Am Gaumen leichte süße und säuerlich rote Johannisbeere (87)




3. offizieller Flight
Für den Letzten "Flight" - es is nur ein Wein - bevor wir uns der Vorspeise widmeten sprangen wir ein paar Jahre auf der Zeitachse zurück und probierten einen 1919er Wein aus einer der Sattelitenappelationen vom St Emilion. Flasche und Etikett waren in einem sehr guten Zustand. Der Wein leider nicht: Er war ziemlich hinüber.

1919 F. Pignat - Montagne-St. Émilion
kräftiges rot mit nur leichtem orangenen Wasserrand.
In der Nase feuchtes Papier, Waldboden und Madeirapflaume
Im Mund Erdig. Außer einer vorhandenen Tanninstruktur ist aber nur noch säure übrig geblieben





Vorspeise (Inoffizieller Flight)
Die Vorspeise wurde in einem Nachbarraum gereicht. Mehr aus akademischem interesse hatten wir zuerst einen 1967 Margaux Pavilion Blanc der jedoch - wie es auch zu erwarten war - nicht mehr wirklich lebte.

Die beiden jüngeren Weißweine waren sehr angenehm auch wenn ich die hohe Parker-Punktzahl den Chateauneuf nicht nachvollziehen konnte. Der recht ungewöhnliche deutsche Chardonnay wurde spontan von Peter in die Runde geworfen. Danke!


1967 Pavillon Blanc du Château Margaux - Bordeaux Contrôlée
Leichte orange Färbung. Lustig, daß dieser Weißwein fast den selben Farbton hat wie der 1907er Rotwein aus dem 2. Flight.
An der Nase modrig wie ein feuchter Keller
Am Gaumen nasses Papier (Allerdings anders als bei einem Korkfehler). Salzig - Ein bisschen wie ein Manzanilla Sherry.
Meiner Meinung nach ziemlich hinüber.




2001 Château de Beaucastel Châteauneuf-du-Pape Blanc Cuvée Roussanne Vieilles Vignes

Strohgelb
Würzige Nase, Malolaktische Töne (Buttermilch)
Gelbe Früchte und gewürznoten am Gaumen. (89)




2000 Rainer Kessler Chardonnay Spätlese - Pfalz
Goldgelb
Fruchtige aber recht dezente Nase
Fruchtige süße, Gelbe Früchte (89)



4. offizieller Flight

Nach der Vorspeise setzten wir die Probe mit zwei Weinen vom linken Ufer aus 1928 fort.
Der Mouton D'Armailhac war bereits hinüber, der Bran-Cantenac war zwar in weit besserem Zustand ließ im Glas aber ziemlich schnell nach.


1928 Château d'Armailhac - Pauillac
Duchsichtiges Granatrot bis Ziegelrot
An der Nase erdig/pilzige Töne mit ein wenig Erdbeere im Hintegrund
Am Gaume ziemlich sauer.

1928 Château Brane-Cantenac - Margaux
Etwas trübes dunkles Ziegelrot mit leichtem orangenen Wasserrand
In der Nase säüerliche Pflaume
Am Gaumen voller Kirsche. Sehr angenehm aber läßt schnell nach. (86)







5. offizieller Flight
Dieser Flight war eindeutig der Genußvollste der "offiziellen" Flights dieses Abends bestehend aus einem 1928 Clos Fourtet und einem 1934 Lafite. Der Lafite hatte kein Etikett mehr, war jedoch eindeutig an der Kapsel, auf der sowohl Chateau als auch Jahrgangsangabe aufgedruckt war, zu identifizieren.

Zuerst gefiel mir der Clos Fourtet deutlich besser als der Lafite, dieser legte jedoch mit der Zeit im Glas zu. Uwe und ich teilten uns - vielleicht eine Stunde später - den Rest des Lafite aus der Karaffe. Zu diesem Zeitpunkt zeigte er dann wirklich was in ihm steckte und wurde damit für mich zum WOTN aus dem ofiziellen Programm.

Alles in allem war dieser Flight ein reichlich dekadentes Erlebnis für mich. Der Lafite war für mich der erste Premier Cru Classe den ich drinken durfte und auch wenn er in diesem Alter sicher nicht mehr alles Zeigen konnte was einmal in ihm steckte und er sicher auch nicht der beste Wein war den ich bis jetzt getrunken habe ist mit einem 1934 Lafite das Premieres trinken anzufangen eben ... naja .. ziemlich dekadent.

1928 Clos Fourtet - St. Émilion Grand Cru
Ziegelrot mit orangen Wasserrand
In der Nase am Anfang geröstete Kastanien. Leichte Erbeerearomen.
Auch am Gaumen leicht säuerliche Erdbeeren und Kirschen
Verbessert sich im Gals und ist nach einiger Zeit wohlbalanciert und schön zu trinken. (88)


1934 Château Lafite Rothschild - Pauillac
Dunkles Rubin mit nur sehr dünnem Wasserrand
Unaufdringliche Nase. Zu Beginn etwas muffig. Als dies verflogen war kamen kandierte Kirschen und ein wenig Minze zum vorschein.
Am Gaumen Kirsche und Cassis mit einer ordentlichen Tanninstruktur.
Verbesserte sich deutlich im Glas/Karaffe (90)




Hauptspeise (Inoffizieller Flight)
Bevor wir uns der Hauptspeise widmeten, präsentierte Uwe den ersten Piraten blind und ließ uns Raten um was es sich den handeln würde.

Vorneweg gesagt war es der bis jetzt beste Wein des Abends und blieb auch - wenn man die "inoffiziellen" Weine hinzuzählt - mein WOTN. Wir konnten den Wein auf einen reiferen Burgunder eingrenzen und als der Wein aufgedeckt wurde zeigte sich ein 1949er Nuits St.Georg.

Zum Hauptgericht gab es Rinderfilet mit Paprika-Schalotten-Confit und Kartoffelgitter. Dazu einen 2001er Cotes du Luberon aus der Magnum, der mir besonders als Essensbegleiter gut gefiel aber in meinen augen noch ein bisschen jung war.


1949 Patriarche Père et Fils Nuits St. Georges Réserve du Bastion des Dames
Ziegelrot mil leichtem Wasserand
Tolle Nase mit Erdigen- und reichen Kirscharomen
Am Gaumen ebenfalls Kirsche und auch Pflaume (92)




2001 Château La Verrerie Côtes du Luberon
Aus der Magnum
Nase voll Kirsche
Am Gaumen eine gewisse Astringenz sowie Brombeere und Schlehe
Starke Tanninstruktur. Noch etwas jung (88)




45er (6. Offizieller Flight)

Ob der Cheval Blanc wiklich das war, wofür wir ihn hielten konnte nicht zu 100% geklärt werden. Das Etikett fehlte und auch der Korken war nicht mehr in einem Zustand, daß man auf Ihm etwas hätte erkennen können. Auf der Flasche war nur ein vom Vorbesitzer angebrachtes handgeschriebenes Etikett. Da die Flasche laut Uwe jedoch wohl aus einer Vetrauenswürdigen Quelle stammt waren die Chance, daß es sich tatsächlich um einen 45er Cheval Blanc handelte nicht schlecht.

Beide Weine waren ordentlich, da es sich jedoch um den "legedären" 45er Jahrgang handelte war ich ehrer ein bisschen entäuscht.


1945 Château Cheval Blanc - St. Émilion Grand Cru
Rubinrot mit dünnem Wasserrand
Schwarzkirsche an der Nase
Im Mund saure Johanisbeere (86)



1945 Château Cantemerle - Haut-Médoc
Dunkles Rubinrot, fast keine Wasserränder
Tolle Nase voller kandierter Kischen und Schattenmorellen
Unglücklicherweise am Gaumen ziemlich säurlich und kaum Frucht (85)





49er (7. offizieller Flight)
Die letzten beiden Rotweine des ofiziellen Programs kamen aus dem Jahr 1949. Der Grand Mayne hatte noch eine sehr schöne Farbe war aber leider bereits madeirisiert und tot. Der Croiz-Bages sah deutlich älter aus war dafür noch angenehm zu trinken.



1949 Château Grand Mayne - St. Émilion Grand Cru
Dunkles Rubinrot bis schwarz
In der Nase Liebstöckel
Am Gaumen ziemlich brandig und einen Hauch von Pflaume
Ziemlich hinüber


1949 Château Croizet-Bages - Pauillac
Ziegelrot mit breiten Wasserrändern
Kirschig/Erdige Nase
Am Gaumen leicht mit Erdbeeraromen (85)


Piraten! (Inoffizieller Flight)
Bevor wir uns dem Dessert zu wandten gab es noch zwei interessante Piraten. Der erste hatte leider einen Korkfehler, doch was unter dem TCA noch herauskam war so vielversprechend, daß ich mir Ziemlich sicher bin, daß wenn dieser 62 Jahre alte Chilene in Ordnung gewesen wäre, dies der beste Wein des Abends gewesen wäre. Die Comtesse war danach natürlich eine nette Entschädigung.

1946 Cap Corronell Sellecction Especial - Chile
Dieser Chilenische Pirat war leider ein Korker aber es war immer noch ein wundervoller Wein
In der Farbe Rubin- bis Granatrot
Die Nase war vom deutlichen Korkfehlton abgetötet
Am Gaumen war das TCA auch recht dominant, doch darunter war - anders als erwartet - die Frucht nicht verschwunden.
Da waren immer noch starke Spuren von Himbeeren und Brombeeren die davon erzählen was für ein toller Wein dies hätte sein können.
Es war so gut, das dies der erste korkige wein war bei dem ich das Glas nicht wegschütten konnte.




* 1978 Château Pichon Longueville Comtesse de Lalande - Pauillac
Dieser Pauillac begrüßte uns mit einem dunklen Rubinrot
Die tolle Nase war voller Frucjt mit Kirschen und Minze
Am Gaumen zeigte er erdige Aromen sowie Bronmbeere und Pflaume mit einem mittellangen bis langen Abgang (89)




Sweet Stuff (8. offizieller Flight)
Während wir als Dessert eine hervorragende auswahl von Rohmilchkäsen genossen gab es den ofiziellen Dessertwein. Unglücklicherweise war er hinüber.

1945 Château Fayou-Peytoupin - Loupiac
Bernsteinfarben
Die Nase voller Petroltöne die auch im Mund dominierten
Alles in allem: Tot!





Dessert (Inoffizieller Flight)
Das inoffizielle Programm war aber mehr mehr als genug Entschädigung dafür. Der "Cote Rions" (soweit ich weiß ein Handelsname für Barsac Weine am Anfang des 20. Jahrhunderts) war ein wahrer Genuß. Auch die Kallstädter Saumagen Beerenauslese die wiederum Peter aus dem nichts hervorzauberte mußte sich dahinter nicht verstecken.

1921 Cotê Rions Filling by L.C. Becker Lübeck - Barsac
Goldgelb
Sehr leichte Nase mit Pfirsich- und Nußaromen
Am Gaumen köstlich balancierte süße mit Kandis, Apfel und Aprikosenmarmelade und einem langen Abgang (91)





1993 Herbert Bender Kallstadter Saumagen Riesling Beerenauslese - Pfalz
Goldgelb
In der Nase Pfirsich und einige wohl integrierte Petrolaromen
Im Mund voller Hnig, Kandis und Quitte (90)




Weiter Eindrücke vom Abend:














Fröhliches Weine raten bei Uwe (Inoffizieller Flight)
Nach dem Nachtisch verleisen wie die "Harmonie" und begaben uns per Taxi in Uwes heilige Hallen.
Dort zauberte er eine geheimnisvolle Flasche nach der anderen aus seinem Keller uns lies uns raten, was es denn sein könnte.

Wir hatten verdammt viel Spaß! (Zu den meisten Weinen habe ich leider keine Verkostungsnotiz sondern nur Name und Bewertung)

Als wir irgendwann um 4 Uhr früh dem raten überdrüssig wurden servierte Uwe köstliche Kalbsbäckchen mit Rotwein-Port Sauce und zog einen 1985 La Mission Haut Brion aus dem Keller.

Wie könnte man einen Abend besser beenden?


1949 Kraft (Bremen) (Abfüller) "Latrenon" - Frankreich
Rubinrot
In der Nase Kirsche und Brombeere
On the Palate Raspberry
Am Gaumen Himbeere (86)

1926 Clos Fleurie Fleurie - Beaujolais, Fleurie (86)

1952 Chateauneuf du Pape Vignoble de Boilauzon, R. Groiller Proprietaire-Viticulteur Caves a Travaillan (84)

1947 Moreaux Mâcon
Tot

1947 Beaune Clos des Mouches Clos des Mouches (88)

1961 Château La Lagune - Haut-Médoc (85)

1985 Château La Mission Haut-Brion - Pessac-Léognan
Dichtes Rubinrot
In der wunderbar vollen Nase Schwarzkirschen
Nocht strarke Tanninstrukturen
Am Gaumen erdig und Schlehe, auch hier Schwarzkirsche und langer Abgang
Insgesamt erscheint dieser wein für seine 23 Jahre noch sehr Jung (91)


Der Bericht über Tag 2 folgt in einigen Tagen.